Fö N_Podium #3: Die Zukunft des Originals

Am Ende wird das Festivalmotto zum Ausgangspunkt dieses dritten und letzten Podiums: Der epochale Wandel, der durch KI angestoßen wird, führt im besten Fall zu einem neuen Blick auf das genuin Menschliche, auf die »Originalität« unserer Kreativität, Ideen und Handlungen.

Datum26.09.2026
Uhrzeit19:00 – 20:30
OrtSt. Bartlmä / Halle 6
Fö N_talksPodiumsdiskussion

The Future Of Original? – Was bleibt vom Menschen, wenn Maschinen schreiben, komponieren, gestalten und Entscheidungen treffen? Was macht eine Idee, einen Gedanken, eine Entscheidung, eine Handlung zu einem menschlichen »Original«? Was verstehen wir überhaupt unter »Originalität« – und warum ist sie für unsere Zukunft so bedeutsam?

Das abschließende Podium des FöN-Festivals greift das Motto auf und führt die großen Themen zusammen. Unsere These: Der epochale Wandel durch Künstliche Intelligenz, dessen Zeitzeugen wir sind, führt im besten Fall auch dazu, anders auf das zu schauen, was genuin menschlich ist – auf die „echte“ Welt und auf unsere Bedürfnisse, die abseits von Algorithmen nach Hand, Körperlichkeit, Emotionalität und Anteilnahme verlangen. Anders zu schauen auch auf das, was das kreative Herz der menschlichen Evolution seit jeher in Bewegung versetzt und unablässig jenes kulturelle Universum hervorbringt, das uns umgibt – Gutes wie Schlechtes.

Gemeinsam mit Menschen aus Wissenschaft, Gestaltung, Wirtschaft, Kunst und Kultur fragen wir danach, worin sich der »digitale Humanismus« von morgen zu erkennen gibt. Welche besonderen Qualitäten menschliches Schaffen auszeichnen. Welche Rolle Vorstellungskraft, Erfahrung und Haltung dabei spielen. Warum »Originalität« weniger mit Genialität und stattdessen viel eher mit sozialen Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Zusammenarbeit, Empathie und Engagement zu tun hat und mit der Grundregel allen kreativen Schaffens, die Welt immer wieder neu sehen und verändern zu wollen. – Kurz: Das letzte Podium dieses Festivals will zeigen, warum es uns Menschen auch in Zukunft als kreative »Originale« brauchen wird.

Jetzt anmeldenTeilnahme kostenlos. Anmeldung erbeten. Spontane Gäste willkommen.
Matthias C. Kettemann ist Professor für Innovation, Theorie und Philosophie des Rechts, Leiter des Instituts für Theorie und Zukunft des Rechts der Universität Innsbruck.  Nach Studien der Rechtswissenschaften in Graz, Genf und an der Harvard School habilitierte er sich 2019. Er ist Vizepräsident der UNESCO-Weltwissenschaftsethikkommission (COMEST), stellvertretender Vorsitzender des KI-Beirats der österreichischen UNESCO-Kommission und Vorsitzender des 1. Senats des Österreichischen Presserats. mit einer Arbeit zur normativen Ordnung des Internets.
Claudia Paganini ist Philosophin und Theologin. Nach beruflichen Stationen an den Universitäten von Mailand, Athen, Zagreb und Limerick war sie von 2021 bis 2024 als Professorin für Medienethik an der HfPH München tätig. Aktuell ist sie Privatdozentin an der Universität Innsbruck. Ihre Forschungssschwerpunkte sind Medien- und Umweltethik. Sie ist Autorin des 2025 erschienenen Buches „Der neue Gott. Künstliche Intelligenz und die menschliche Sinnsuche“, ist in der interdisziplinären Lehre und in der Erwachsenenbildung engagiert und setzt sich für faktenbasierte Debatten rund um die Klimakrise ein.

Johanna Constantini ist klinische Psychologin, Sportpsychologin und Buchautorin. Sie promovierte an der Universität Innsbruck und betreibt dort heute eine eigene psychologische Praxis. Einem breiten Publikum wurde sie vor allem als Demenzbotschafterin bekannt: Nach der Alzheimer-Diagnose ihres Vaters – dem bekannten ehemaligen Fußballnationaltrainer Didi Constantini – verarbeitete sie die familiären Erfahrungen in den Büchern „Abseits“ (2020) und „Abseits 2“ (2023). Neben ihrer therapeutischen Arbeit engagiert sie sich ehrenamtlich für die Volkshilfe, um das Thema Demenz zu enttabuisieren und pflegende Angehörige zu unterstützen.

Kurt Höretzeder, Grafikdesigner, Kreativschaffender. Studium der Politik, Philosophie, und Geschichte in Innsbruck. Engagement in den Bereichen Theater und Literatur. Grafische Arbeit seit 1985, 1996 Mitbegründer von »Circus. Büro für Kommunikation und Gestaltung« (Innsbruck). 2002–2017 Leitung des eigenen Büros »hœretzeder grafische gestaltung«. 2018 gemeinsam mit Thomas Schrott Gründung von »himmel. Studio für Design und Kommunikation« mit den Arbeitsschwerpunkten Corporate Design, Fotografie, Packaging, Editorial, Buchg­estaltung, Informations­design und Ausstellungs­gestaltung. Gründer und von 2006–2019 Geschäftsführer von »WEI SRAUM. Designforum Tirol«. 2016 Mitinitiator des Projekts »kreativland.tirol«, 2022 Mitinitiator und Kurator des »FÖ N-Festival«. Seit 2025 Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der WK-Tirol.

Thomas Jank ist Kreativer, Kommunikations- und Markenstratege und – wie er sich selbst bezeichnet – „Wanderprediger in Sachen Kreativität“. Seine Karriere begann 1990 als Texter in Wien. Nach Stationen und Projekten für Agenturen wie Ogilvy, Demner, Merlicek & Bergmann und Wunderman Cato Johnson/Young & Rubicam arbeitete er als Texter, Senior Texter und Creative Director für zahlreiche nationale und internationale Marken. 1998 gründete er die Impala Werbeagentur, von 2003 bis 2016 war er Co-CEO von Impalawolfmitbiss (IWMB). Seit 2016 arbeitet er mit dem Tom Jank Network als unabhängiger Kreativ- und Strategieberater. Seine Schwerpunkte liegen in Marken- und Kommunikationsstrategie, Konzeption, Pitchberatung und Kreativworkshops. Er ist Co-Initiator von Kreativland Tirol, ehemaliger Obmann der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation Tirol und Mitglied des Creativ Club Austria (CCA).